Es ist beachtlich…

…was die Attac-Fraktion und ihr Dunstkreis so alles in Würgtown auf die Beine stellen. In einer Stadt, deren Atmosphäre hauptsächlich von Beamten, Angestellten, StudentInnen (also mehrheitlich doitsche Mittelschichtenkinder und somit auch möchte-gern-Angestellte und Beamte – ja, so viel Vulgärsoziologie traut sich der Schulzeitungsjournalismus von BiKri zu!) und Pensionierten bestimmt wird, braucht mensch sich nicht zu wundern, dass diese dumm-fröhliche Gutmenschlichkeit und verkehrte Weltverbesserung in Würgtown so populär sind. Aus fröhlichen StudentInnen und mit dem Lauf der Welt unzufriedenen Pensionierten bestand auch das Publikum beim Konsumkritischen Stadtrundgang als wir im Rahmen unserer Feldforschung dazustießen. Wir würden gerne was zu den Inhalten sagen, wenn welche da gewesen wären. Bei den in den Mittelschichten ebenfalls sehr populären Verzichtspredigten bot sich natürlich jede Menge Gelegenheiten ins Wort zu fallen, nur war leider niemand da, mit dem/der mensch sich sinnvoll hätte streiten können. Also hörten wir uns den Ernst gemeinten Appell an, uns auf dem Markt das gute Gewissen zu kaufen, indem wir uns mit überteuerten Öko-Bio-Fair-Produkten zudecken, wo es nur geht. Wer nicht zahlungsfähig und somit vom Markt ausgeschlossen ist, darf sich weiter in protestantischer Askese üben bis der Markt auch ihm/ihr seinen Segen erteilt. Mensch kann ja bekanntlich nie wissen. (Übrigens steht dieser Ideologie der so genannte Hanna-Poddig-Anarchismus, über den wir hoffentlich demnächst auch ein paar Worte verlieren, merkwürdig nahe). Oder mensch darf sich dieser fröhlichen Ideologie zufolge Vorwürfe machen, dass genau solche Habenichtse den Planeten mit ihrer Gier zerstören. Oder so ähnlich. Im Großen und Ganzen fühlt mensch sich doch an einen alten Flyer aus den längst vergangenen Infoladen-Zeiten erinnert – „Fuck Attac!“, denn Attac ist staatstreu, marktkonform, zahn- und harmlos. In diesem Fall auch noch süß, aber leider nicht mehr als das. Nice try, aber – wie auch vorher schon – failed.

Wir unsererseits weisen Interessierte und Desinteressierte auf folgende Termine hin:

02.07.: XyeahX-Sommerfest im Cairo (D.I.Y. Musikfestival mit veganem BBQ und allerlei Krimskram)

06.07.: Rafft sich der Post-Post-Prä-Post-BiKri um 19 17 Uhr mal wieder zusammen und liest „Nationalsozialismus und Antisemitismus“ von Moishe Postone im Park hinter dem Residenz-Garten, und zwar da bei den Käfigen, in denen sprechende Vögel eingesperrt sind (bei schlechtem Wetter in der Jura-Bibliothek in der Domerschulstraße 16)

13.07.: Vortrag mit Michael Weiss zum Thema „Grauzone“ im Jugendkulturhaus Cairo. Stay tuned for updates.

30.07.: Sommerfest von KuPuK e.V. Alle hin, hoppey!


1 Antwort auf „Es ist beachtlich…“


  1. 1 nara 27. Juni 2011 um 14:45 Uhr

    ALso ich finde Bio Produkte durchaus sinnvoll.

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