So kommen wir nicht weiter. Bleiben wir also liegen!

Es ist nichts entschieden im alltäglichen Kampf gegen das Sommerloch. Manchmal kotzt es zurück und mensch muss sich selber am Schopfe (notfalls tun’s auch andere behaarten Körperstellen) packen und wieder rausziehen. Kein Automatismus im gesellschaftlichen Fortschritt eben. Wie es in der doitschen Übersetzung von Bob Blacks „Abolition of Work“ vollkommen treffend heißt: „Oblomowismus und Stachanowismus sind zwei Seiten derselben entwerteten Münze“.
(Wir hätten es zwar „Oblomowschina“ und „Stachanowschina“ genannt, ist aber etwas für Slavistik-SpezielistInnen und nicht so wichtig.) Viel wichtiger ist es, den eigenen Arsch wieder in Bewegung zu setzen.

holidayZyeah

Offenbar hat sich BiKri zurückgezogen und bemüht sich recht halbherzig um ein neues Treffen, während die Stimmen im Kopf nachlassen. Ja, sie wirken ferner und ferner. Machen sie Urlaub irgendwo in der Pampa zwischen Main und Neckar? Saufen sie in Frankreich? Sind im geräucherten Russland stecken geblieben? Wir sind verunsichert.

Vielleicht hilft es einem oder einer sich zu zerstreuen oder umgekehrt (wieder) zu konzentrieren:

„Vom Zentrum zur Peripherie“ von Alfredo Bonanno für alle an Organisationsformen, insbesondere an affinity groups Interessierten;
„Kritik der bürgerlichen Öffentlichkeit“, für alle, die gerne etwas meinen;
„Die Schule. Ein Frevel an der Jugend“ von Walther Borgius, erschienen 1930 und immer noch nicht veraltet, für alle kleinen Schulmädchen empfehlenswert;
für diejenigen, die für Leo Tolstoj etwas übrig haben, findet sich womöglich irgendwas in der diesjährigen „Erkenntnis“;
und dieses Interview, falls jemand Occupy California Bewegung noch nicht vergessen hat;
„Clandestinity and Appearance“ für diejenigen, die mal gerne von der Oberfläche verschwinden;
„Sonogram of a Potential“ für Tiqqunbegeisterten;
und eine Erwiderung auf The Comming Ins-erection für alle, die hoffen, selber mal für Resonanzen zu sorgen.

Eigentlich, wer gesucht hat, wurde schon längst selber fündig. So wie wir.
Warten wir ab. Während dessen wollen wir schauen, was der liebenswerte angebliche Bankräuber Alfredo Bonanno so alles zur Organisationsfrage zu sagen hat.