Archiv für Mai 2010

..und es passiert wieder!

Tja, das hättet ihr wohl nicht gedacht! Noch dabei Kropotkin zu verdauen und schon geht`s mit „Thesen zur Krise“ von den Freundinnen und Freunden der klassenlosen Gesellschaft weiter. Am morgigen (!) Donnerstag, den 27. Mai, um 17 Uhr treffen wir uns an der berüchtigten Juliuspromenadenhaltestelle.

hui!

Da uns Petrus so wohlgesonnen ist und wieder einmal sein geheiligtes Weihwasser auf unsere unwürdigen Häupter herabkommen lässt, werden wir mit irgendeiner Straßenbahnlinie in irgendeinen Stadtteil von Würgtown fahren. Gerüchten zufolge, die entweder von den Stimmen in unserem Kopf oder von anderen Stimmen gestreut werden, könnte es sogar zum besonders gefährlichen Heuchelhof gehen.. nun ja, wer weiß. Das ZK hat sich aufgrund der Probleme mit der Platzreservierung in der letzten Woche schriftlich dazu verpflichtet dieses Mal tatsächlich Plätze in einer der vielen Stabas zu reservieren. Alle InsassInnen Würgtowns freuen sich schon auf das morgige Ereignis! Auf die verstörten Blicke, die verstörenden Blicke (und die anderen), die Missverständnisse, Diskussionen, Handgreiflichkeiten. Nun, freut euch mit und kommt alle, ihr Erlebnisorientierten aus der Provinz!

Mal sehen…

…was sich diesmal ereignet! Nachdem wir uns am 19.05. die Diskussion „Möglichkeiten der Praxis gegen studentische Verbindungen“ im Kult (igit, Alter!) angetan haben, wollen wir uns wieder in der so genannten Juliuspromenade gegen 17 Uhr am darauf folgenden Tag, d.h. am Donnerstag, den 20. Mai treffen. Wen wir mit fortgesetzter Kropotkinlektüre foltern (für nen guten Zweck, versteht sich), wird uns schon einfallen. Falls wir kein attraktives Opfer finden, foltern wir uns gegenseitig – wie Kropotkin es für die Tier- und Menschenwelt gebot. Aber gerne doch.

kropocop

Und im Ernst: liebe Menschen und Menschinnen, bemüht euch darum, die Texte mitzuschleppen, ja? (Ohne gehts aber auch).
See ya am Donnerstag. Nu.

Platzhalterberichterstattung

…wurde uns von den Stimmen im Kopf empfohlen. Dem gehen wir selbstverständlich nach.

Nu, als wir uns letztes Mal getroffen haben, befand sich Würgtown praktisch im Belagerungszustand: überall gehetzte Menschenmassen, schwarze Rauchwolken und schwer bewaffnete OrdnungshüterInnen an jeder Ecke, die extra (zum uns leider nicht bekannten, aber bestimmt feierlichen Anlass) aus Bamberg angerückt sind, um Hallo zu sagen. Die Lage war offensichtlich heikel, die Atmosphäre bedrohlich. Der Plan, uns der Straßenbahn zu bemächtigen, um da die Mitfahrenden mit Kropotkinlektüre zu schinden, musste verworfen werden: die Straßenbahnen fuhren nicht… Währenddessen näherte sich ein Dutzend Robocops vorsichtig der Post-Post-Prä-Post-BiKri-Gruppe (im Folgenden einfach BiKri genannt) an, um diesen wandelnden Subversionherd aufzulösen oder womöglich ein für alle Mal zu neutralisieren. Die Roboterschäferhunde knirschten mit den Zähnen vor Wut und zogen an ihren Leinen, die, wie es scheint, aus Menschenhaar geflochten waren. Das war eines der Momente, in denen sich die ganze sinnlose Grausamkeit der Staatsmacht offen kundtut (denn wie zynisch und unmenschlich ist es eigentlich, den Hunden vor dem Einsatz eine Überdosis LSD zu verfüttern?! Ist ja bullshit, die sehen ja eh Alles nur in schwarz-weiß!). BiKri musste sich zu einem der hässlichsten Hauptbahnhöfe Dooflands zurückziehen, um sich hinter dem Kiliansbrunnen zu verschanzen (was auch künftig die einzige Existenzbegründung des Brunnens sein soll). In der Kaiserstraße kam es zu einem Gasgeschoßabtausch mit den (un)lieben Gästen aus Bamberg. Und das aufgebrachte Proletariat, nach einem 6-Pack Klosterhof Pilsener und einer Portion Linsen-Möhreneintopf (beides, übrigens, bei Norma für wenig Geld zu bekommen), kann ja gehörig zurückschlagen, o ja. So gelang es, die überforderte Staatsmacht mit ihren völlig verwirrten Hunden in der Kaiserstraße abzuhängen. Die Lesung zweier Kapitel aus „Eroberung des Brotes“ mit der anschließenden Diskussion verlief dann ganz planmäßig und friedlich. Die Überlebenden gingen zum Main, wo sie eine ethnologische Expedition ins Sächsische planten, die nach ein paar Tagen mit einigen interessanten Erkenntnissen zurückkehrte, dass z.B. Sachsen eher zu Kulturvölkern gehören, als Unterfranken. Nu.

Mensch sollte zwar sich wieder Mal zusammenfinden, um die Erfolge zu vertiefen. Wenn ihr aber in der näxten Zeit keine Aktivitäten seitens BiKri merkt, wird’s daran liegen, dass wir uns immer noch von der Konfrontation mit der bayerischen Staatsmacht erholen oder halt Besseres zu tun haben. Wie auch immer, merkt euch mal Folgendes: Aktionen gegen den Coburger Convent vom 21.05. bis 24.05. Infos hier, hier und hier. Wird wohl unterhaltsamer als Swinecity am 1. Mai sein. Nu, see ya.